Steinzeitliche Höhlenmalerei einer Honigsammlerin in der Cueva Arana (Spanien)

Das Bienensterben

Seit Anfang unseres Jahrtausends kommt es weltweit zu einem vermehrten Sterben von Honigbienenvölkern. Auch die Anzahl der Wildbienenarten verringert sich zunehmend.

Das Massensterben der Bienen bedroht inzwischen die Nahrungsmittelproduktion. Da es hier um enorme Geldsummen geht, befassen sich mittlerweilen auch Konzerne und Regierungen mit dieser Problematik.

Die Bestäuber sind vielfältigen Schädigungen ausgesetzt, eine unmittelbare Ursache für das Bienensterben konnte nur bei Fällen von direkter Vergiftung durch Agrarchemikalien festgestellt werden.

Als Hauptursache für das mysteriöse Verschwinden der Honigbienen wird die Varroamilbe angesehen. Sie wurde in den 1980er Jahren von Asien aus weltweit verschleppt. Sie schädigt die Bienen und die Brut sowohl direkt als auch indirekt durch Virenübertragung.

Die Biene scheint jedoch zusätzlich durch eine Vielzahl weiterer Faktoren geschwächt zu sein. In weiten Teilen Europas ist die Landschaft mittlerweilen durch artenarme Agrarflächen ohne kontinuierliches Nahrungsangebot für die blütenbesuchenden Insekten. Zusätzlich führt der Einsatz giftiger Agrarchemikalien entweder zum direkten Tod der Bienen oder schädigt sie. Auch Maßnahmen der modern-intensiven Imkerei und Faktoren wie Elektrosmog und gentechnisch veränderte Pflanzen werden als Ursache für die Schwächung der Bienen diskutiert.